Nîmes, Historische römische Stadt im südlichen Okzitanien, Frankreich.
Nîmes ist eine Stadt im Département Gard in der Region Occitanie im Süden Frankreichs, zwischen Montpellier und Avignon gelegen. Die Altstadt zeigt antike Bauwerke aus römischer Zeit, darunter einen Tempel aus dem ersten Jahrhundert und ein Amphitheater mit ovaler Form und zwei Geschossen aus hellem Kalkstein.
Die römische Kolonie entstand im ersten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung und wuchs rasch unter Kaiser Augustus zu einer bedeutenden Siedlung. Nach dem Ende des Römischen Reiches verlor die Stadt an Bedeutung und erlebte im Mittelalter durch Textilhandel und später durch Seidenproduktion einen neuen Aufschwung.
Der Name der Stadt stammt vom keltischen Gott Nemausus, dessen Quelle noch heute im Jardin de la Fontaine sprudelt und von Einheimischen besucht wird. Besucher sehen überall das Wappen mit Palme und Krokodil, das an die römischen Veteranen aus Ägypten erinnert, die sich hier niederließen.
Der kompakte Altstadtkern lässt sich gut zu Fuß erkunden, wobei die meisten römischen Sehenswürdigkeiten in einem Umkreis von etwa einem Kilometer liegen. Im Hochsommer kann die Hitze gegen Mittag stark werden, daher empfiehlt sich ein Besuch am Vormittag oder späten Nachmittag.
Die robuste Baumwollware aus der Region wurde ab dem siebzehnten Jahrhundert unter dem Namen Serge de Nîmes bekannt und später in Amerika zu Denim verkürzt. Dieser Stoff bildete die Grundlage für die berühmten Arbeitshosen, die heute weltweit getragen werden.
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