Amphitheater von Nîmes, Römisches Amphitheater in Nîmes, Frankreich
Das Amphitheater von Nîmes ist eine römische Arena im Herzen der südfranzösischen Stadt, die aus zwei Stockwerken mit je 60 Bögen besteht. Die Außenmauern ragen etwa 21 Meter hoch und umschließen eine ovale Fläche, auf der früher Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen stattfanden.
Der Bau begann um das Jahr 90 und folgte dem Vorbild des Kolosseums in Rom. Im Mittelalter wurde die Anlage in eine Festung umgewandelt und diente später als Wohnviertel, bis man sie im 19. Jahrhundert freilegte und restaurierte.
Der Name leitet sich vom lateinischen colonia Nemausus ab, das die römische Siedlung bezeichnete. Heute finden in der Arena zweimal im Jahr große Stierkämpfe statt, bei denen Sand auf die Fläche geschüttet wird und Zuschauer die Ränge füllen.
Der Eingang liegt an der Ostseite, und vom oberen Rang hat man einen guten Überblick über die gesamte Anlage. Wer Platzangst hat, sollte wissen, dass einige Gänge eng und niedrig sind.
Unter den Sitzreihen verlaufen Durchgänge, die auf Latein vomitoria heißen und früher etwa 24.000 Menschen in wenigen Minuten hinein- und hinausströmen ließen. Diese Technik war für die damalige Zeit außergewöhnlich fortschrittlich und verhinderte Gedränge bei großen Veranstaltungen.
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