Pont des Marchands, Römische Brücke in Narbonne, Frankreich.
Die Pont des Marchands ist eine Steinbrücke aus der Antike, die den Canal de la Robine überquert und über dem Wasser bewohnte Gebäude trägt. Ein Bogen von etwa 15 Metern Breite und Höhe ist noch heute sichtbar und prägt das Bild des mittelalterlichen Stadtzentrums.
Die Brücke wurde im 1. Jahrhundert erbaut und war Teil der Via Domitia, der ersten Römerstraße, die Italien und Spanien durch Gallien verbindet. Diese Straße formte den Handel und die Kommunikation der antiken Welt über Jahrhunderte.
Die Brücke zeigt ein besonderes Merkmal, das man selten in Frankreich sieht: Häuser und Geschäfte stehen direkt auf der Struktur und prägen das Bild des Ortes bis heute. Besucher können sehen, wie Wohnen und Handel sich über Wasser verbunden haben.
Der Übergang befindet sich zentral in Narbonne und kann zu Fuß jederzeit betreten werden, was den Wechsel zwischen den historischen Stadtteilen erleichtert. Der Weg ist eng und führt direkt durch die Gebäude hindurch, daher sollte man mit ruhiger Gangart durchgehen.
Dieses Bauwerk gehört zu den wenigen noch bewohnten Brücken Europas, wo Häuser seit Jahrhunderten direkt auf der römischen Struktur stehen. Das Gebäude-Ensemble zeigt, wie clever die Menschen frühere Konstruktionen nutzten, um Wohnraum zu schaffen.
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