Hôtel du Châtelet, Historisches Monument im 7. Arrondissement, Frankreich
Das Hôtel du Châtelet in der rue de Grenelle ist ein großes Stadtpalais aus dem späten 18. Jahrhundert mit neoklassizistischen Merkmalen. Der Bau zeigt typische Elemente dieser Epoche mit symmetrischem Grundriss, rustizierter Fassade im Erdgeschoss und feinen Steinelementen in den oberen Etagen.
Das Gebäude wurde 1776 vom Architekten Mathurin Cherpitel für den Herzog von Châtelet errichtet und ging nach dessen Hinrichtung 1793 in Staatsbesitz über. Danach nutzten es verschiedene staatliche Institutionen, bevor es seine heutige Funktion erhielt.
Das Gebäude verkörpert den französischen Hôtel-particulier-Stil, eine Bauweise für großzügige Stadthäuser des Adels. Man erkennt diese Tradition heute noch in der eleganten Gestaltung und den großen Fenstern, die das Innere zum Straßenraum öffnen.
Das Gebäude beherbergt heute das Ministerium für Arbeit und ist daher normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, da es sich um einen aktiven administrativen Arbeitsplatz handelt. Die Außenfassade lässt sich jedoch von der Straße aus bewundern, besonders bei Tageslicht.
Zwischen 1796 und 1807 war das Gebäude Sitz der École nationale des ponts et chaussées, eine der ältesten Ingenieurschulen Europas. Diese Institution formte später viele französische Ingenieure und Baumeister, die große Projekte in ganz Europa leiteten.
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