Mur des Noms, Holocaust-Gedenkstätte im Marais, Paris, Frankreich.
Das Mur des Noms ist eine Gedenkstätte im 4. Arrondissement von Paris mit drei Steinwänden, auf denen etwa 76.000 Namen eingraviert sind. Die Inschriften dokumentieren jüdische Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs aus Frankreich deportiert wurden, darunter viele Kinder.
Die Gedenkstätte entstand auf der Grundlage von versteckten Archiven, die 1943 begonnen wurden und jüdische Verfolgung dokumentierten. Sie wurde 2005 offiziell eingeweiht und hat seit ihrer Errichtung mehrfach erweitert und korrigiert worden.
Die Namen auf der Wand gehören zu Familien, die aus Frankreich deportiert wurden, und ihre Gravur bewahrt persönliche Geschichten für kommende Generationen. Besucher können hier einzelne Namen suchen und sich mit den Menschen verbinden, deren Leben verloren ging.
Das Denkmal befindet sich in Le Marais, einem belebten Viertel mit guter Zugänglichkeit und nahe gelegenen Verkehrsmitteln. Besucher sollten Zeit zum stillen Nachdenken einplanen und können in der Nähe auch andere historische Stätten erkunden.
Ein separater Bereich ehrt über 3.900 Menschen, die während des Krieges jüdisches Leben retteten und als Gerechte unter den Völkern anerkannt wurden. Diese Namen zeigen Geschichten von Mut und Widerstand neben denen der Opfer.
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