Maison Européenne de la Photographie, Kunstmuseum in Le Marais, Paris, Frankreich.
Das Maison Européenne de la Photographie befindet sich im Hôtel Hénault de Cantobre, einem 1706 erbauten Stadtpalais in der Rue de Fourcy 5/7, das seit 1914 der Stadt Paris gehört. Der Architekt Yves Lion restaurierte und erweiterte es um einen Flügel zur Straße; die helle Steinfassade trägt ein rotes Banner und die eingemeißelte Aufschrift „LA PHOTOGRAPHIE“ über dem Eingangsdurchgang. Im Inneren liegen Ausstellungsräume, eine Bibliothek, ein Auditorium und eine Buchhandlung unter Gewölben des 18. Jahrhunderts.
Das Museum wurde 1996 gegründet und bezog das Hôtel du Président Hénault, ein klassisches Herrenhaus aus der Vergangenheit. Die Entstehung fiel in eine Zeit, in der die Fotografie zunehmend als eigenständige Kunstform anerkannt wurde.
Die MEP verdankt ihren Namen dem Auftrag, europäische und internationale Fotografie zu zeigen; drei Ausstellungszyklen pro Jahr gelten vor allem Künstlern, Themen und Strömungen der zweiten Hälfte des 20. und des 21. Jahrhunderts. Ihre nach dem Fotohistoriker Roméo Martinez benannte Bibliothek umfasst 36.000 vor Ort einsehbare Bände, der Auditoriumssaal trägt den Namen des Fotografen Bernard Pierre Wolff.
Das Museum liegt in der Nähe der Métro-Station Saint-Paul und ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Besucher sollten prüfen, an welchen Tagen geöffnet ist, um ihre Zeit optimal zu planen.
Bei der Renovierung durch Yves Lion wurde das Schmiedeeisen des zentralen Treppenhauses entfernt und die alten Kutschenremisen an der rue de Fourcy für einen Anbau abgerissen. Die Bibliothek trägt den Namen des 1990 verstorbenen Fotografiehistorikers Roméo Martinez, der Auditorium mit 100 Plätzen den des 1985 verstorbenen Fotografen Bernard Pierre Wolff.
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