Hôtel d’Aumont, Privatresidenz im Marais, Frankreich.
Das Hôtel d'Aumont ist eine private Stadtvilla im Marais mit einer dreistöckigen Fassade, die mit steinernen Schnitzereien, Bändern, Girlanden und Masken verziert ist. Der Bau zeigt charakteristische Merkmale der Barockarchitektur und wird heute als Verwaltungsgericht genutzt.
Michel-Antoine Scarron beauftragte 1644 Architekt Louis Le Vau mit dem Bau dieser Residenz, die der Herzog von Aumont später erweiterte. Die Villa erlebte mehrere Phasen der Umgestaltung, bevor sie schließlich zur Verwaltungsgericht umfunktioniert wurde.
Die Innensalons zeigen Werke französischer Meister, darunter Gemälde von Simon Vouet und Charles Le Brun mit klassischer Mythologie.
Das Gebäude befindet sich in der rue de Jouy und ist in der Nähe der Metrostation Pont Marie leicht zu erreichen. Der Zugang ist derzeit begrenzt, da es als Gerichtsgebäude fungiert, aber die Fassade ist von der Straße aus sichtbar und lohnt sich für einen Spaziergang durch das Viertel.
Unter der Stuckdekoration der Salle aux Poutres verbarg sich jahrhundertelang eine bemalte Balkendecke, die erst 1949 wiederentdeckt wurde. Diese versteckte Kunstschicht zeigt, wie barocke Innenräume im Laufe der Zeit überarbeitet und verändert wurden.
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