Synagoge der Rue Pavée, Art Nouveau Synagoge im Marais, Paris, Frankreich
Die Synagoge Agoudas Hakehilos befindet sich in der Rue Pavée im Marais, dem 4. Arrondissement von Paris, und ist eines der wenigen religiösen Gebäude im Jugendstil in Frankreich. Die schmale Fassade aus Stahlbeton erstreckt sich über vier Stockwerke und ist mit langen, geschwungenen Fenstern gegliedert, die den Baustil deutlich widerspiegeln.
Die Synagoge wurde 1913 von einer Gemeinschaft orthodoxer jüdischer Einwanderer aus Osteuropa in Auftrag gegeben, die im Marais eine feste Heimstätte suchten. Der Bau wurde während des Ersten Weltkriegs begonnen und das Gebäude nach Kriegsende fertiggestellt.
Die Synagoge ist eine der wenigen in Paris, die noch regelmäßig orthodoxe Gottesdienste nach aschkenasischer Tradition abhält. Wer am Freitagabend oder an jüdischen Feiertagen vorbeikommt, sieht Gläubige, die sich vor dem Eingang versammeln.
Die Rue Pavée ist sehr schmal, weshalb die Fassade nur von der gegenüberliegenden Straßenseite vollständig zu sehen ist. Der Zugang zum Inneren ist in der Regel nur möglich, wenn kein Gottesdienst stattfindet. Es empfiehlt sich, außerhalb der Feiertage und Freitagabende zu kommen.
Hector Guimard, der vor allem für die geschwungenen Eingänge der Pariser Métro bekannt ist, entwarf dieses Gebäude als seinen einzigen Sakralbau. Er gestaltete nicht nur die Außenfassade, sondern auch jeden einzelnen Einrichtungsgegenstand im Inneren.
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