Palais de la dame Tunshuq, Mamlukischer Palast aus dem 14. Jahrhundert im muslimischen Viertel, Jerusalem.
Das Palais der Dame Tunshuq ist ein Mameluk-Wohngebäude aus dem 14. Jahrhundert in der Altstadt Jerusalems mit drei großen Eingängen, die mit marmornen Verzierungen und aufwendigen Muqarnas-Mustern verziert sind. Das Gebäude erstreckt sich über mehrere Ebenen mit insgesamt fünfundzwanzig Räumen, die durch vier Treppen verbunden sind.
Dame Tunshuq, die Ehefrau eines kurdischen Adeligen, ließ das Gebäude 1391 erbauen, was es zu einem wichtigen Residenzbau der frühen Mameluk-Periode machte. Im Jahr 1552 wurde es in den Komplex der Khassaki Sultan integriert und veränderte damit seinen ursprünglichen Zweck.
Das Gebäude zeigt die Lebensweise wohlhabender Mamluk-Familien, mit Räumen, die private Rückzugsorte und offene Flächen für die Familie verbunden haben. Der Zugang zu den verschiedenen Bereichen und die Anordnung der Fenster spiegeln die sozialen Normen wider, die Geschlechtertrennung und Privatsphäre betonten.
Das Gebäude funktioniert heute als Waisenhaus mit Werkstätten, daher ist der Innenbereich der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Besucher können die kunstvollen Außenfassaden von der Straße aus studieren und die architektonischen Details der Eingänge bewundern.
Direkt gegenüber vom Haupteingang befindet sich das verzierte Marmorgrabal der Dame Tunshuq, was das Gebäude zu einem Ort mit sowohl Wohn- als auch Grabfunktion machte. Diese Anordnung war ungewöhnlich und verbindete das private Leben mit einer öffentlichen Erinnerungsstätte.
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