Mieminger Kette, Gebirgskette in Bezirk Reutte, Österreich
Die Mieminger Kette ist ein Kalksteingebirge in Tirol, das sich zwischen den Ötztaler Alpen im Süden und dem Wettersteingebirge im Norden erstreckt. Ihr höchster Gipfel, die Hochwand, liegt auf rund 2.768 Metern und ist von breiten Hochflächen sowie steilen Felswänden umgeben.
Die Mieminger Kette entstand vor rund 35 Millionen Jahren, als tektonische Kräfte alte Meeressedimente nach Norden schoben und dabei den Kalkstein formten, der heute das Gebirge prägt. Schon in vorgeschichtlicher Zeit nutzten Menschen die Pässe durch dieses Gebirge als Verbindungswege zwischen den Tiroler Tälern.
Die Berghütten entlang des Kamms sind beliebte Treffpunkte, an denen Wanderer nach langen Touren einkehren und traditionelle Tiroler Küche genießen. Die einfachen Holzbauten mit ihren Panoramaterrassen spiegeln wider, wie eng das Leben in den umliegenden Dörfern seit jeher mit dem Gebirge verbunden ist.
Die Dörfer Ehrwald und Lermoos liegen am Fuß der Kette und bieten gute Ausgangspunkte für Touren in das Gebirge. Wer längere Routen plant, sollte festes Schuhwerk, genug Wasser und warme Kleidung mitnehmen, da das Wetter in der Höhe schnell wechseln kann.
Die Kalksteinfelsen der Mieminger Kette wechseln je nach Sonneneinstrahlung die Farbe und erscheinen morgens grau, mittags fast weiß und bei Sonnenuntergang gelblich. Diese Farbveränderung ist besonders gut von den Wiesen rund um Ehrwald aus zu beobachten.
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