Yerpa-Kloster, Buddhistisches Kloster im Bezirk Dagzê, China.
Yerpa (Drak Yerpa) ist ein Kloster- und Höhlenkomplex am Hang im Kreis Dagzê, etwa 16 km nordöstlich von Lhasa. Seine Gebäude aus Stein und Lehm in Erdfarben und Hellbraun mit Flachdächern stehen in gestaffelten Terrassen an einem grasbewachsenen Hang; einige sind intakt, andere nur noch Mauerreste und Schutt. Der größte Block rechts hat eine breite flache Fassade und einen vorspringenden unteren Abschnitt, und ein höheres Gebäude erhebt sich oben in der Mitte. Kleine dunkle Öffnungen markieren einige Wände.
Der Überlieferung nach gründete König Songtsen Gampo (604–650) einen Tempel in Yerpa, seine tibetische Königin Monza Triucham den Dra-Yerpa-Tempel. Padmasambhava meditierte sieben Monate in der Dawa-Puk-Höhle; nach 842 versteckte sich der Attentäter Lhalung Pelgyi Dorje 22 Jahre in einer Höhle. Das Kadampa-Gompa ging nach Je Tsongkhapas Reform an die Gelug über; die Anlage wurde 1959 und während der Kulturrevolution zerstört.
Pilger folgen einem festen Rundweg durch die Höhlen, beginnend mit dem Tendrel Puk, Atishas Meditationshöhle, links des Aufstiegs. Der Jampa Lhakhang barg einst eine dreistöckige Maitreya-Statue, die als größte in Ü-Tsang und als einzige Tibets mit Schuhen galt. Ein tibetisches Sprichwort besagt, das geistliche Herz Tibets liege in Lhasa und das von Lhasa in Yerpa.
Der Ort ist abgelegen und erfordert sorgfältige Planung, da Besuche in der Regel über organisierte Touren von Lhasa erfolgen. Die dünne Luft in dieser Höhe kann bemerkenswert sein, daher ist es ratsam, sich vorher an die Bedingungen anzupassen.
Der Überlieferung nach gab es in Yerpa 108 Meditationshöhlen, von denen etwa 80 aus verschiedenen Epochen erhalten sind. Pilger folgen einem festen Weg an benannten Höhlen vorbei, etwa dem Dawa Puk, in dem Padmasambhava sieben Monate meditiert haben soll, und dem Lhalung Puk, in dem sich der Mörder König Langdarmas 22 Jahre versteckte.
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