Shanxiang Mosque, Moschee im chinesischen Stil im Bezirk Runzhou, China
Die Shanxiang-Moschee ist eine chinesisch geprägte Moschee im Bezirk Runzhou, deren Architektur traditionelle chinesische Bauelemente mit islamischen Anforderungen verbindet. Die Anlage verfügt über Gebetsräume und Innenhöfe, die nach regionalen Baustilen gestaltet sind.
Die 1662 erbaute Moschee wurde 1853 im Taiping-Krieg zerstört und 1873 sowie 1902 wiederaufgebaut und erweitert. Während der Kulturrevolution von einer Fabrik und einer Schule genutzt, wurde sie 1981 der muslimischen Gemeinde zurückgegeben. Im Zweiten Weltkrieg diente sie als Zufluchtsort vor der japanischen Invasion.
Die Moschee ist ein wichtiger Ort für die Muslimgemeinde vor Ort, wo Gläubige zusammenkommen und religiöse Feste feiern. Sie verkörpert die lange Geschichte der islamischen Präsenz in dieser Region und zeigt, wie sich zwei unterschiedliche Traditionen miteinander verbunden haben.
Die Moschee liegt an der Qingzhensi-Straße 84 in der westlichen Altstadt von Zhenjiang, auf einem ummauerten, 2.000 Quadratmeter großen Gelände mit Gebetshalle, Empfangshalle, Lehrräumen und Waschbereich. Sie ist ein aktives Gotteshaus: dezente Kleidung und Ruhe werden erwartet, ein Besuch außerhalb der Gebetszeiten ist günstig. Die Anlage steht als städtisches Kulturdenkmal unter Schutz.
Die Moschee beherbergte eine religiöse Schule, die traditionelle islamische Gelehrte ausbildete und lokale Imame schulte. Diese Bildungsfunktion machte sie zu mehr als nur einem Ort des Gebets und prägte die intellektuelle Entwicklung der Region.
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