Geyuan, Klassischer Garten in Yangzhou, China.
Geyuan ist ein klassischer chinesischer Garten in Yangzhou, Provinz Jiangsu, der auf einer Fläche von etwa 2,5 Hektar in vier Bereiche aufgeteilt ist, die jeweils einer anderen Jahreszeit gewidmet sind. Jeder Bereich wird von einer anderen Gesteinsart dominiert, die mit Bambushainen, Pavillons und Wasserflächen kombiniert wird.
Im Jahr 1818 erwarb ein Salzhändler namens Huang Zhiyun das Gelände und ließ es in eine private Gartenanlage umbauen. Der Bambus wurde von Anfang an als zentrales Gestaltungselement gewählt, und die saisonalen Felsbereiche kamen im Laufe der Zeit hinzu.
Der Name des Gartens leitet sich von einem visuellen Effekt ab: Drei Bambusblätter erzeugen im Mondlicht zusammen das chinesische Schriftzeichen 个 (gè). Besucher, die heute durch den Bambuswäldchen spazieren, können nachvollziehen, wie Pflanzen, Licht und Sprache in der klassischen chinesischen Gartenkunst miteinander verbunden wurden.
Der Garten hat mehrere Eingänge, die zu verschiedenen Themenbereichen führen, sodass man die Anlage in beliebiger Reihenfolge erkunden kann. Ein Besuch in verschiedenen Jahreszeiten lohnt sich, da jeder Bereich zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr anders wirkt.
Die vier verschiedenen Gesteinsarten im Garten stammen aus unterschiedlichen Regionen Chinas und wurden gezielt ausgewählt, um die Landschaften des Frühlings, Sommers, Herbstes und Winters darzustellen. Diese Verwendung von Gestein als Symbol für Jahreszeiten ist in der klassischen chinesischen Gartenkunst selten so konsequent umgesetzt worden wie hier.
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