Eigelsteintorburg, Mittelalterliches Stadttor in Altstadt-Nord, Deutschland.
Die Eigelsteintorburg ist eine doppeltürmige Torburg der mittelalterlichen Kölner Stadtmauer, erbaut zwischen 1228 und 1248 als nördlicher Zugang an der Straße nach Neuss. Zwei halbrunde, zinnenbewehrte Türme rahmen eine zentrale Durchfahrt; bei der Restaurierung durch Josef Stübben 1889–1892 wurden die feldseitigen Fenster durch mittelalterliche Schießscharten ersetzt.
Die Torburg wurde zwischen 1228 und 1248 als nördlicher Zugang zur Stadt an der Straße nach Neuss erbaut und ersetzte ein erstes Eigelsteintor der zweiten Stadterweiterung 100 m weiter südlich. Am 13. September 1804 zogen Napoleon und Joséphine durch das Tor in die Stadt ein. Nach dem Abriss der Stadtmauer 1882 restaurierte Josef Stübben die Anlage zwischen 1889 und 1892.
In einer stadtseitigen Nische steht die Steinfigur „Der Kölsche Boor“, 1885 von Christian Mohr für das Hahnentor geschaffen und 1891 hier angebracht. Der Bauer trägt die Stadtschlüssel am Arm, stützt sich auf einen Dreschflegel und einen Schild mit dem Kölner Doppeladler. Darunter steht der Spruch „Halt fass do Kölscher Boor. Bliev beim Rich et fall sös ov sor.“
Das Gebäude ist von außen leicht zugänglich und liegt direkt an einer Hauptstraße der Altstadt. Der Innenraum wird heute für Veranstaltungen und kulturelle Nutzungen verwendet, was Besuchern Gelegenheiten für Einblicke in sein Inneres bietet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fand hier im März 1946 die erste Kunstausstellung der Stadt statt. Dieses Ereignis markierte den symbolischen Neubeginn Kölns nach jahrelanger Zerstörung und machte das Tor zum Ort der städtischen Wiedergeburt.
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