Benediktinerinnenkloster Zu den Heiligen Machabäern, Köln, Kloster in Deutschland
St. Makkabäer war ein Benediktinerinnenkloster in Köln-Niederich, das 1178 gegründet wurde und sich an der heutigen Machabäerstraße befand. Die Anlage bestand aus Klostergebäuden, Wirtschaftsräumen und einer großen Kirche mit Chor, die Anfang des 13. Jahrhunderts erweitert wurde.
Das Kloster entstand 1178 an einem Ort, wo seit etwa 1134 eine Magdalenenkapelle stand, die auf ältere religiöse Nutzung hinweist. Nach einem verheerenden Brand 1462 wurde die Anlage in den frühen 1500er Jahren wieder aufgebaut und blieb bis zur Säkularisierung 1802 in Betrieb.
Die Makkabäer waren biblische Märtyrer, deren Verehrung diesem Kloster seinen Namen gab und es zu einem Ziel für Pilger machte. Die Nonnen integrierten sich in das religiöse Leben der Stadt und trugen durch ihre Gebete und Dienste zur geistlichen Prägung Kölns bei.
Der Ort des Klosters liegt im Stadtteil Niederich nahe der Eigelstein-Straße, wo heute keine baulichen Reste mehr zu sehen sind. Informationen zur Geschichte finden Besucher in städtischen Archiven und lokalen Geschichtssammlungen.
Der Legende nach brachte der Kirchenoffizielle Rainald die Reliquien der sieben Makkabäer-Brüder von Antiochia nach Köln, als Geschenk des Kaisers Barbarossa. Dieser Fund machte das Kloster zu einem wichtigen Wallfahrtsort, der Pilger aus weitem Umkreis anzog.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.