Ehemalige Hauptkirche St. Nikolai, Gotische Gedenkkirche in Hamburg-Altstadt, Deutschland
Die Nikolaikirche ist ein Kirchengebäude und Mahnmal in Hamburg-Mitte, dessen schlanker Turm das Stadtbild prägt und als Orientierungspunkt dient. Die Backsteinwände stehen als offene Ruine da, während die Turmspitze noch immer fast 148 Meter in die Höhe ragt.
Die Ursprünge des Gotteshauses reichen bis ins Jahr 1195 zurück, als hier eine kleine Kapelle entstand. Der neugotische Neubau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde während der Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört und danach bewusst als Ruine belassen.
Der unterirdische Ausstellungsraum zeigt Fotografien und Fundstücke aus den Trümmern, die Besucher durch die Geschichte der Stadt und ihrer Zerstörung führen. Die erhaltenen Außenmauern dienen heute als Rahmen für Gedenkveranstaltungen und stille Momente des Innehaltens.
Ein gläserner Aufzug bringt Besucher zu einer Aussichtsplattform auf etwa 76 Meter Höhe, von der aus man über die Dächer der Innenstadt blicken kann. Der Zugang zum Turm ist täglich möglich, die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit leicht.
Im Turm hängt eines der größten Glockenspiele Deutschlands mit 51 Glocken, das jeden Donnerstag um die Mittagszeit kostenlose Konzerte gibt. Die Melodien sind vom Boden aus zu hören und ziehen regelmäßig Passanten an, die in der Umgebung innehalten.
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