Große Halle, Nicht gebautes Monumentalgebäude in Tiergarten, Berlin, Deutschland
Die Volkshalle war ein Entwurf für ein gewaltiges Kuppelgebäude, das im Tiergarten entstehen sollte und mit seinem Durchmesser von etwa 250 Metern die St. Petersbasilika übertrumpft hätte. Die Konstruktion hätte etwa 180.000 Besucher aufnehmen können und war mit gestuften Sitzreihen konzipiert, die von antiken römischen Amphitheatern inspiriert waren.
Albert Speer entwarf diesen Monumentalbau in den 1930er Jahren als Teil von Hitlers Plänen zur Umgestaltung Berlins in die Reichshauptstadt Germania. Das Projekt gehörte zu einer Serie gigantischer Bauvorhaben, die das Regime in der Hauptstadt errichten wollte, wurde aber nie realisiert.
Die Gebäudegestaltung enthielt Elemente römischer Architektur, mit drei Sitzebenen ähnlich antiker Amphitheater für 180.000 Menschen.
Das Fundament hätte umfangreiche Arbeiten am sumpfigen Untergrund Berlins erfordert, um die enorme Last des Gebäudes zu tragen. Besucher können heute am Standort im Tiergarten spazieren und sich die fehlende Struktur vorstellen, obwohl keine physischen Reste des geplanten Bauwerks sichtbar sind.
Eine geplante deutsche Adlerstatue für die Kuppel hätte eine Höhe von etwa 16 Metern erreicht und würde in ihrer Größe einem fünfgeschossigen Haus entsprechen. Dieses unvollendete Projekt ist heute eines der wichtigsten architektonischen Symbole für die nie verwirklichten Ambitionen des Regimes.
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