Sternwarte Bochum, Öffentliche Sternwarte in Bochum, Deutschland
Das Bochumer Observatorium ist eine Radioteleskopanlage in Westphalen mit einer 20 Meter durchmessenden Parabolantenne in einer 40 Meter hohen, kuppelförmigen Schutzhülle. Die Anlage nutzt mehrere Antennensysteme zum Empfang von Signalen aus dem All und bietet Ausstellungsräume sowie einen Vorlesungssaal für etwa 160 Personen.
Das Observatorium entstand 1946 unter der Leitung von Professor Heinz Kaminski und erlangte weltweite Aufmerksamkeit, als es 1957 die Signale des ersten künstlichen Satelliten Sputnik 1 empfing. Dieses Ereignis machte die Anlage zu einem Symbol der wissenschaftlichen Reaktion auf das Raumfahrtzeitalter.
Die Ausstellung zeigt, wie die Raumfahrt Menschen damals fasziniert hat und wie Ost und West um Fortschritt wetteiferten. Besucher können nachvollziehen, welche Rolle dieser Wettbewerb in der Alltagskultur und in den Medien spielte.
Der Besuch ist gut von der Innenstadt aus erreichbar und die Anlage bietet ausreichend Platz zum Erkunden im Außenbereich, besonders wenn das Wetter mitspielt. Die Ausstellung im Inneren ist übersichtlich aufgebaut, sodass man sich ohne Eile informieren kann.
Im Jahr 2009 nutzte die Parabolantenne eine ungewöhnliche Methode und sendete Radiowellen zur Venus, um deren Echos zu empfangen und zu messen. Diese Radarexperimente waren in Westeuropa bahnbrechend und zeigen, wie vielfältig die Nutzung des Teleskops ist.
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