Köpi, Haus im Berliner Ortsteil Mitte, autonomes Wohnprojekt und Kulturzentrum
Köpi ist eine Wohnsiedlung und ein Kulturzentrum in Berlin-Mitte, das sich über ein ehemaliges Industriegebäude aus dem Jahr 1905 und einen Wagenplatz mit selbstgebauten Wohnwagen erstreckt. Die Anlage verfügt über eine Café, einen Konzertraum, ein Kino, eine Werkstatt und Gartenbereiche, in denen etwa 50 Menschen gemeinschaftlich leben und arbeiten.
Das Gebäude wurde 1905 erbaut und sein Äußeres wurde während des Zweiten Weltkriegs durch Bombardements beschädigt; nach dem Krieg diente es in Ostberlin verschiedenen Zwecken, bis es 1990 besetzt wurde. Die Besetzung war einer der ersten Akte direkter Okkupation zwischen West- und Ostberlin nach dem Mauerfall und markierte den Beginn dieser andauernden Gemeinschaft.
Köpi trägt den Namen der Straße, in der es liegt, wobei die Schreibweise mit dem dänischen Buchstaben 'ø' eine bewusste Wahl der Bewohner ist. Der Ort ist ein Treffpunkt für Menschen, die alternative Lebensweisen ausprobieren möchten, und funktioniert als kulturelles Zentrum mit Konzerten, Filmvorführungen und Werkstätten, wo sich Künstler, Aktivisten und verschiedene Gruppen begegnen.
Der Ort liegt zentral in Berlin-Mitte und ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar; die meisten Bereiche des Wagenplatzes und der Gemeinschaftsbereiche sind für Besucher zugänglich. Respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner, fragen Sie vor dem Betreten von Wohnbereichen und nehmen Sie sich Zeit, um mit Menschen zu sprechen und die verschiedenen Projekte vor Ort zu entdecken.
Köpi wurde 1990 besetzt, direkt nach dem Mauerfall, und war einer der ersten Orte, an dem West- und Ostberliner sich nach der Teilung der Stadt trafen. Die Entscheidung, den Namen mit dem dänischen Buchstaben 'ø' zu schreiben, war ein bewusster Akt der Identität und verbindet diesen Ort symbolisch mit ähnlichen Projekten in anderen Ländern.
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