Ludwig-Erhard-Haus, Bürogebäude in Charlottenburg, Deutschland.
Das Ludwig-Erhard-Haus ist ein Bürogebäude in Berlin, das durch 15 Stahlbögen verschiedener Spannweiten gekennzeichnet ist, die sich wie ein wellenförmiges Rippengerüst über die gesamte Länge des Gebäudes erstrecken. Die Fassade ist aus Aluminium verkleidet, während das Innere durch großzügige Atrien und natürliche Belüftung strukturiert wird.
Das Gebäude wurde 1997 fertiggestellt und benannt nach Ludwig Erhard, dem West-Kanzler von 1963 bis 1966. Der Bau markierte einen Wendepunkt in der modernen Büroarchitektur, indem er neue Ansätze für Licht und Luftzirkulation in Großgebäuden einführte.
Das Gebäude beherbergt die Deutsche Industrie- und Handelskammer sowie den Industrieverband und dient als Zentrum für wirtschaftliche Aktivitäten in Berlin.
Die Eingänge sind an der Straßenseite leicht zugänglich, und man kann die unteren Ebenen durchqueren, um die verschiedenen Bereiche zu erkunden. Die offenen Promenaden mit natürlicher Belüftung machen das Betreten der unteren Geschosse angenehm, ohne dass Klimaanlage erforderlich ist.
Die Stahlbögen sind nicht bloß Fassadenelement, sondern tragende Strukturelemente, die das gesamte Gebäude stützen und die ungewöhnliche Form ermöglichen. Besucher bemerken oft nicht, dass die fließende wellige Form funktional notwendig ist, um die großen Innenräume ohne zentrale Stützen zu schaffen.
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