Delphi Filmpalast, Kino und Kulturdenkmal in Charlottenburg, Deutschland
Der Delphi Filmpalast ist ein Kino in einem denkmalgeschützten Gebäude an der Kantstraße in Charlottenburg, Berlin. Die Fassade erinnert an einen Tempel und ist mit steinernen Löwen und Ziergefäßen geschmückt, während im Inneren mehrere Säle insgesamt mehr als 600 Sitzplätze bieten.
Das Gebäude wurde 1896 nach Plänen des Architekten Bernhard Sehring fertiggestellt. Nach Kriegsschäden im Zweiten Weltkrieg wurde es von Walter Jonigkeit wiederaufgebaut und 1949 als Kino wiedereröffnet.
Das Kino spielt eine wichtige Rolle bei großen Filmfestivals in Berlin, darunter die Berlinale, bei der es regelmäßig als Premierenkino genutzt wird. Wer eine Vorstellung besucht, erlebt einen der wenigen Berliner Kinosäle, in dem das Publikum noch ein echtes Ereignis erwartet, nicht nur einen Film.
Das Kino liegt in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Zoologischer Garten und ist daher mit S-Bahn, U-Bahn und Bus sehr gut erreichbar. Die umliegenden Straßen bieten ebenfalls Parkmöglichkeiten für Besucher, die mit dem Auto kommen.
Der Delphi Filmpalast gehört zu den wenigen Kinos in Deutschland, die noch 70-mm-Filme vorführen können, ein Format, das in den meisten Häusern längst verschwunden ist. Im Keller des Gebäudes befindet sich der Jazzclub Quasimodo, der seit Jahrzehnten Livekonzerte veranstaltet und nichts mit dem Kinobetrieb zu tun hat.
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