Alexander-von-Humboldt-Oberschule, Bauhaus-Schulgebäude in Köpenick, Berlin, Deutschland
Die Alexander-von-Humboldt-Oberschule ist ein Schulgebäude mit flügelförmigem Grundriss, das mit unverglaserten gelben Keramikfliesen verkleidet und aus stahlbeton errichtet wurde. Das Bauwerk zeigt fünf Klassenflügel in einer besonderen winkligen Anordnung.
Das Schulgebäude wurde 1929 von Architekt Max Taut erbaut und verkörpert die Bauhaus-Ideale in seiner Architektur. Während der Olympischen Spiele 1936 diente es als Unterkunft für Sportler, später als Notunterkunft nach dem Zweiten Weltkrieg.
Das Keramikrelief von Rudolf Belling am Haupteingang zeigt heilige Dorothea, die Brot an Flüchtlinge verteilt und verbindet damit Bildung mit sozialer Verantwortung. Die Darstellung prägt bis heute das Erscheinungsbild des Schulplatzes.
Die Schule liegt in Köpenick, ganz in der Nähe der S-Bahn-Station Spindlersfeld, was eine gute Erreichbarkeit bietet. Die Fassade und der Haupteingang sind von außen sichtbar und zugänglich für Interessierte, ohne dass ein Betreten des Schulgebäudes notwendig ist.
Das Gebäude wurde für die Olympischen Spiele 1936 temporär als Trainingsquartier umfunktioniert, bevor es direkt nach dem Krieg zum provisorischen Krankenhaus wurde. Diese doppelte unerwartete Rolle zeigt, wie sehr die Geschichte des Ortes mit den großen politischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts verflochten ist.
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