Richtfunkanlage Berlin-Frohnau, Funkturm in Frohnau, Berlin, Deutschland.
Die Richtfunkstelle Berlin-Frohnau ist ein Telekommunikationszentrum mit einem 358 Meter hohen Stahlgittermast und einem 117 Meter hohen Rahmenturm in Reinickendorf. Die Anlage verfügte über Betriebsräume in 300 Metern Höhe und nutzte Parabolantennen für die Richtfunkverbindung.
Die Richtfunkstelle wurde zwischen 1970 und 1980 errichtet und bildete die Hauptkommunikationsverbindung zwischen West-Berlin und der Bundesrepublik. Durch das Gebiet der DDR führte die Richtfunkstrecke als unsichtbare Brücke für zehntausende Telefongespräche.
Die Anlage war ein Symbol der technologischen Unabhängigkeit West-Berlins während der Teilung und ermöglichte tausende von Gesprächen in den Westen. Sie verkörperte den Willen, die Verbindung zur Bundesrepublik trotz der Isolation aufrechtzuerhalten.
Ein Aufzug brachte Besucher in etwa acht Minuten zu den Betriebsräumen in der Höhe. Die genauen Zugangsregelungen und Öffnungszeiten sollten vorher erkundigt werden, da es sich um eine spezialisierte Anlage handelt.
Der Rahmenturm wog etwa 400 Tonnen und trug riesige Parabolantennen mit 18 Metern Durchmesser für die Überhorizontfunkverbindung nach Gartow. Diese großen Antennen ermöglichten es, Funksignale über größere Distanzen und Hindernisse hinweg zu senden.
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