Siedlung Neu-Jerusalem, Denkmalgeschützter Wohnkomplex in Staaken, Berlin, Deutschland.
Die Neu-Jerusalem ist ein Wohnkomplex mit 21 doppelten Wohnhäusern und einem freistehendem Einfamilienhaus, die sich entlang der Heerstraße in ordnungsgemäßer Anordnung erstrecken. Die kubischen Gebäude mit angegliederten einstöckigen Nebenbauten bilden ein zusammenhängendes Ensemble in unmittelbarer Nähe zur Landesgrenze Berlins.
Der Wohnkomplex entstand zwischen 1923 und 1924 nach Entwürfen des Architekten Erwin Gutkind für Angestellte des damaligen Zeppelin-Flughafens. Diese Zeit markierte die Modernisierung von Berlins Industrie und Verkehrswirtschaft in der Weimarer Periode.
Die Siedlung trägt den Namen Neu-Jerusalem und zeigt die klare Formensprache der Neuen Sachlichkeit mit weißem Putz und dunkelroten Ziegelfassaden. Diese Gestaltungsweise prägt das Erscheinungsbild und vermittelt den Geist der 1920er Jahre, als solche modernen Wohnkomplexe entstanden.
Der Komplex liegt westlich von Berlin unweit der Grenze zu Brandenburg und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto leicht zu erreichen. Die Siedlung befindet sich in einem ruhigen Wohngebiet, wo man die Häuser vom öffentlichen Weg aus betrachten kann.
Das einzelne Einfamilienhaus in der Siedlung war Experimentierfeld für vorgefertigte Bautechniken und gilt als Vorbote der industriellen Bauweise. Diese frühe Anwendung zeigt, wie Gutkind bereits in den 1920ern innovative Konstruktionsmethoden erprobt hat.
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