Siemens-Villa, Renaissance-Villa in Wannsee, Deutschland.
Die Siemens-Villa ist eine Wohnvilla mit Backsteinfassaden, Fachwerk und steinernen Details, die zwischen 1886 und 1889 erbaut wurde und das Landschaftsbild prägt. Das Gebäude verfügt über charakteristische Säulenhallen mit Rundbogenfenstern und Sgraffito-Verzierungen, während es sich auf einem abschüssigen Grundstück mit einem großen Park von etwa 24000 Quadratmetern erstreckt.
Arnold von Siemens, der älteste Sohn des Erfinders Werner von Siemens, beauftragte 1886 die Architekten Paul und Walter Hentschel mit dem Bau dieser Residenz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das beschädigte Gebäude 1952 umgewandelt und dient seitdem als Immanuel-Krankenhaus.
Die Villa war lange Zeit das Zuhause einer einflussreichen Industriellenfamilie und prägt das Bild des Wannsee-Viertels als Zeichen von Wohlstand und Geschäftserfolg. Heute kann man in den erhaltenen Räumen noch die Eleganz dieser Wohnkultur spüren, die das Leben wohlhabender Berliner um 1900 widerspiegelt.
Die Villa liegt auf einem geneigten Grundstück am Kleinen Wannsee und kann am besten zu Fuß erkundet werden, wobei der Park mehrere Wege und Aussichtspunkte bietet. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da die Topografie des Geländes das Betreten verschiedener Ebenen erfordert.
Nach Kriegsschäden wurde das Gebäude oben abgetragen und zwei neue Geschosse hinzugefügt, um Krankenhausfunktionen zu ermöglichen, was die Architektur grundlegend veränderte. Diese Umwandlung zeigt, wie historische Häuser in Berlin ihre Funktion anpassten, um in der Nachkriegszeit nützlich zu bleiben.
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