Versuchsfunkstelle Eberswalde, Pionierinstallation für den Rundfunk
Die Experimentalradiostation Eberswalde war eine Anlage zur Erprobung von Funktechnik in der Nähe eines Kanals in Brandenburg. Sie besaß einen zentralen Holzmast von etwa 70 Metern Höhe, der von sechzehn kleineren Masten gestützt wurde und Bogensendern sowie Maschinentransformern zum Senden von Telegrafiesignalen diente.
Die Anlage wurde 1908 von der Gesellschaft Held & Francke gegründet und im Februar 1909 in Betrieb genommen, um die Funktechnik zu entwickeln. Ab 1920 begann sie mit Testausstrahlungen von Sprache, ab 1928 folgte ein experimenteller Funkfeuer mit spezieller Antennenanlage, bis die Anlage in den 1930er Jahren schrittweise stillgelegt wurde.
Die Station wurde um 1909 als Experimentieranlage gegründet und zeigt die frühen Bemühungen Deutschlands in der Funktechnik. Der Ort verkörpert einen Wendepunkt, an dem drahtlose Technologie vom militärischen Werkzeug zu einem Medium für öffentliche Kommunikation wurde.
Der Ort ist heute ein unter Denkmalschutz stehendes Gelände mit erhaltenen Strukturen und Masten, das als historisches Denkmal zugänglich ist. Besucher können die Überreste der Anlage erkunden und Ausstellungen zur frühen Radiogeschichte und Funktechnikentwicklung in Deutschland betrachten.
In den Jahren 1923 bis 1925 wurden hier regelmäßig Musikprogramme übertragen, obwohl die Station nie zu einem öffentlichen Rundfunksender wurde. Diese Sendungen der klassischen Musik waren unter Enthusiasten bekannt und zeigten die technische Machbarkeit von Musikübertragungen in der frühen Funktechnik.
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