Hospital zum Heiligen Geist, Mittelalterliche Hospitalstiftung in Nürnberg, Deutschland
Das Hospital zum Heiligen Geist ist eine mittelalterliche Stiftung in Nürnberg, die sich entlang des Flusses Pegnitz erstreckt und aus mehreren Gebäuden aus verschiedenen Bauphasen besteht. Die Kirche mit ihrem markanten polygonalen Turm sowie die umliegenden Höfe und Trakte bilden das Herzstück des Gebäudeensembles.
Ein wohlhabender Nürnberger Patrizier gründete die Einrichtung in den 1330er Jahren als private Stiftung, die sich zur größten ihrer Art im Heiligen Römischen Reich entwickelte. Die Kapelle wurde später über Jahrhunderte als sicherer Aufbewahrungsort für die Reichskleinodien genutzt.
Der sogenannte Kreuzigungshof zeigt eine Skulpturengruppe von Adam Kraft aus dem Jahr 1506, die man sofort beim Betreten des Hofes sieht. Grabdenkmäler wohlhabender Nürnberger Bürger stehen dort ebenfalls, und machen den Hof zu einem Ort des Gedenkens.
Das Ensemble liegt im Herzen Nürnbergs und ist vom Hauptmarkt aus bequem zu Fuß zu erreichen. Es lohnt sich, die Innenhöfe in Ruhe zu erkunden, da sich die verschiedenen Bauphasen und Details erst bei einem gemächlichen Rundgang erschließen.
Die Kapelle hat eine ungewöhnliche Doppelfunktion erfüllt: Neben ihrer religiösen Nutzung diente sie als Tresor für die Reichskleinodien, darunter die Kaiserkrone. Das machte das Gebäude zu einem der bestbewachten Orte im mittelalterlichen deutschen Raum.
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