Mohrenkolonnaden, Neoklassizistische Kolonnade in Berlin, Deutschland
Die Mohrenkolonnaden sind eine Kolonnade mit doppelten dorischen Säulen aus Sandstein, die einen überdachten Durchgang bilden. Die Skulpturen in ihren Giebeln zeigen Flussgottheiten der Region.
Carl Gotthard Langhans entwarf diese Struktur 1787 im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. Sie entstand als Teil der Befestigungsanlagen Berlins und zeigt den Übergang von Barockstilen zu neoklassischen Formen.
Der Name stammt von einer ehemaligen Statue des Mohrenfürsten, die hier einst stand und das Viertel prägte. Heute zeugt die Kolonnade von der stadtplannerischen Tradition Berlins, öffentliche Räume mit klassischen Formen zu gestalten.
Die Kolonnade ist das ganze Jahr über zugänglich und beherbergt hinter ihren Säulen verschiedene Einzelhandelsflächen. Die Struktur bietet einen praktischen Durchgang für Fußgänger, die den Raum bei Regen oder Sonne nutzen können.
Von fünf ähnlichen repräsentativen Strukturen, die im 18. Jahrhundert in Berlin erbaut wurden, ist diese die einzige, die noch an ihrem ursprünglichen Standort erhalten ist. Dies macht sie zu einem seltenen Zeugnis der frühen Stadtplanungsgeschichte Berlins.
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