Neptunbassin, Barockbrunnen im Lustgarten, Potsdam, Deutschland
Der Neptunsbrunnen ist eine Barockbrunnenanlage im Lustgarten von Potsdam mit einem zentralen Becken von 18 Metern Durchmesser. Die Komposition zeigt Neptune und Amphitrite auf einem von Wasserpferden gezogenen Wagen, umgeben von weiteren Figuren aus Sandstein.
Der Brunnen wurde 1746 von Friedrich II. von Preußen in Auftrag gegeben und 1751 unter der Leitung des Bildhauers Johann August Nahl fertiggestellt. Die Anlage ersetzte einen älteren Brunnen und wurde zum Herzstück der Gartengestaltung des 18. Jahrhunderts.
Der Name des Brunnens verweist auf den römischen Gott des Meeres, der zusammen mit seiner Gemahlin Amphitrite in bewegter Pracht dargestellt wird. Die Anlage wurde zum Vorbild für andere Brunnen im deutschsprachigen Raum und zeigt die Vorliebe der Potsdamer Gärten für mythologische Wasserfiguren.
Die Anlage steht frei im Garten zugänglich und bietet sich besonders bei gutem Wetter zum Spazieren an, wenn das Wasser in vollem Betrieb ist. Die Wege um den Brunnen sind ebenerdig und ermöglichen einen guten Blick auf die Figuren von allen Seiten.
Während umfangreicher Restaurierungsarbeiten in den 2000er Jahren wurden Teile der ursprünglichen Skulpturengruppe an unterschiedlichen Orten wiederentdeckt. Ein Tritonenkopf wurde in Bergholz-Rehbrücke gefunden und eine weitere Figur in Kleinmachnow, was neue Erkenntnisse über die ursprüngliche Zusammensetzung ermöglichte.
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