St. Nikolaikirche, Klassizistische Kirche am Alten Markt, Potsdam, Deutschland
Die Nikolaikirche ist ein klassizistischer Sakralbau in der Potsdamer Altstadt, wenige Schritte vom ehemaligen Marktplatz entfernt. Die zentrale Kuppel ruht auf einem quadratischen Grundriss mit vier massiven Ecktürmen, während der Haupteingang hinter einer Säulenfront aus korinthischen Kapitellen liegt.
Nachdem ein Brand die Vorgängerkirche zerstört hatte, beauftragte der preußische König Karl Friedrich Schinkel mit einem Neubau, der zwischen 1830 und 1850 schrittweise errichtet wurde. Die Fertigstellung der Kuppel fand erst nach Schinkels Tod unter Ludwig Persius und Friedrich August Stüler statt.
Die Kirche trägt den Namen des Heiligen Nikolaus, einem Schutzpatron der Seefahrer und Kaufleute, was ihre Rolle als zentrale Gemeindekirche in der Residenzstadt unterstreicht. Der Innenraum wird heute für evangelische Gottesdienste genutzt und öffnet sich regelmäßig für Orgelkonzerte, die unter der hohen Kuppel einen besonderen Klang entfalten.
Der Zugang zur Besucherplattform in etwa 40 Metern Höhe bietet Ausblicke auf die Havellandschaft und die historischen Quartiere der Stadt. Der Aufstieg erfolgt über eine lange Treppe im Inneren der Kuppelkonstruktion, die körperliche Ausdauer erfordert.
Der Grundriss bildet ein griechisches Kreuz mit einem halbrunden Apsisanbau, eine Form, die Schinkels Vorliebe für antike Raumgeometrie zeigt. Die vier Ecktürme enthalten Treppenhäuser, die ursprünglich nur dem technischen Zugang dienten und nicht als dekorative Elemente gedacht waren.
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