Noacksches Haus, Historisches Wohngebäude in Potsdam, Deutschland.
Das Noacksche Haus ist ein dreigeschossiges barockes Bürgerhaus am Alten Markt in Potsdam, das 2013 bis 2016 mit einer nach dem Entwurf von Carl von Gontard von 1777 rekonstruierten Fassade neu erbaut wurde. Ein schmaler Altan auf sechs toskanischen Säulen legt sich über das Erdgeschoss; darüber tragen die Fenster des ersten Obergeschosses Segmentbogengiebel mit Muschelornamenten, und auf der Attika mit Balusterbrüstung stehen sechs Statuen.
Ursprünglich 1777 vom Architekten Carl von Gontard im Auftrag Friedrichs des Großen erbaut, wurde das Gebäude 1945 bei alliierten Bombenangriffen zerstört und zwischen 2013 und 2016 originalgetreu rekonstruiert.
Das Haus ist nach seinem ersten Eigentümer, dem Gastwirt Noack, benannt und hieß lange Noackscher Gasthof. Seine Fassade greift Motive des Palazzo Chiericati in Vicenza auf, doch vom König vorgegebene Vorbilder sind für dieses Haus in der zeitgenössischen Literatur nicht genannt; Astrid Fick verbindet die toskanischen Säulen, die Balustrade des Altans und die Fensterrahmungen mit jenem Palast. Anders als das Original in Vicenza hat das Potsdamer Erdgeschoss einen Altan, ein Mittelfenster mit Hermen und eine Rustizierung.
Das in der Humboldtstraße 4 nahe dem Alten Markt gelegene rekonstruierte Gebäude beherbergt heute Geschäftsräume im Erdgeschoss und Wohnungen in den oberen Etagen.
Das Gebäude wird auch Palazzo Chiericati genannt, weil seine Säulen, Balustraden und Figuren stark vom Palazzo Chiericati Palladios in Vicenza inspiriert sind. Anders als beim vicentinischen Original besitzt die Potsdamer Fassade einen Altan auf sechs toskanischen Säulen und ein Mittelfenster mit Hermen.
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