Tiddis, Archäologische Stätte in der Provinz Constantine, Algerien
Tiddis ist eine antike Siedlung, die sich über steile Hänge erstreckt und aus Gebäuden besteht, die teilweise in Felsformationen eingegraben sind. Die Häuser, Tempel und öffentlichen Räume sind auf mehreren Ebenen angeordnet und nutzen das natürliche Gelände auf bemerkenswerte Weise.
Das Militärlager entstand im 3. Jahrhundert als Castellum Tidditanorum und diente zur Sicherung des römischen Reichsgebiets um das heutige Constantine. Der Ort wurde später besiedelt und blieb über mehrere Epochen hinweg bewohnt, bis er schließlich aufgegeben wurde.
Der Ort zeigt Spuren verschiedener Religionen, die hier nebeneinander existierten: römische Heiligtümer für Götter wie Ceres und Mithras stehen neben christlichen Taufbecken. Diese Übereinanderung von Glaubensformen macht sichtbar, wie sich die spirituellen Praktiken der Region im Lauf der Jahrhunderte verschoben haben.
Der Besuch erfordert gutes Schuhwerk wegen der unebenen, steilen Wege zwischen den Ruinen und der Felsenpfade. Es ist ratsam, Wasser mitzunehmen und früh am Tag zu kommen, da es wenig Schatten gibt.
Das System der Wasserspeicherung ist beeindruckend: überall auf dem Gelände verteilt sind Zisternen und Becken, die von Bergquellen gespeist wurden und zeigen, wie die Bewohner die Wasserknappheit der Gegend überwanden. Diese unterirdischen Tanks funktionieren teilweise noch heute und sind wichtige Zeugen antiker Ingenieurskunst.
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