Milevum, Roman city in Algeria
Milevum ist eine archäologische Stätte im Nordosten Algeriens, auf der Überreste einer römischen Stadt aus der antiken Provinz Numidien erhalten sind. Dazu gehören Mauerreste, Straßenzüge und Sakralbauten aus mehreren aufeinanderfolgenden Epochen, darunter der byzantinischen und der islamischen Zeit.
Die Stätte geht auf eine römische Stadtgründung in der Provinz Numidien zurück, die als Handels- und Verwaltungszentrum diente. Im 7. Jahrhundert wurde sie von arabischen Truppen unter Abu al-Muhajir Dinar eingenommen, der hier eine der ältesten Moscheen Algeriens errichten ließ.
Der Name Milevum stammt aus der Römerzeit und ist noch heute der gebräuchliche Name für die Stätte. Wer durch das Gelände läuft, sieht nebeneinander Reste von Straßen, Gebäuden und Sakralbauten aus ganz verschiedenen Epochen, was den Ort zu einem seltenen Beispiel für aufeinanderfolgende Siedlungsschichten macht.
Die Stätte ist wenig für den Massentourismus erschlossen, sodass man die Ruinen in Ruhe erkunden kann. Vor Ort sind gelegentlich lokale Führer anzutreffen, die erklären können, welche Funktion die einzelnen Überreste hatten.
Die Sidi-Ghanem-Moschee, die auf dem Gelände der ehemaligen römischen Stadt errichtet wurde, gilt als eine der ältesten Moscheen Algeriens und stammt vermutlich aus dem Jahr 675. Sie steht direkt auf dem Boden der antiken Siedlung, sodass an einem einzigen Punkt zwei weit voneinander entfernte Epochen aufeinandertreffen.
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