Heptastadion, Archäologische Stätte im Zentrum von Alexandria, Ägypten.
Das Heptastadion war ein antiker Damm in Alexandria, Ägypten, der die Stadt mit der Insel Pharos verband und dabei zwei natürliche Häfen auf beiden Seiten entstehen ließ. Der Damm war breit genug, um darauf zu gehen, und wies Durchlässe auf, die den Wasserverkehr zwischen den beiden Häfen ermöglichten.
Der Damm wurde im 3. Jahrhundert v. Chr. unter den Ptolemäern errichtet, um die Insel Pharos mit dem Festland zu verbinden. Im Laufe der Zeit füllten sich Sedimente rund um die Struktur auf, sodass aus dem Damm allmählich festes Land wurde und die Insel dauerhaft mit der Stadt verwuchs.
Der Name "Heptastadion" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "sieben Stadien", was der ungefähren Länge des Dammes entspricht. Dieses Maß war in der antiken griechischen Welt weit verbreitet und zeigt, wie die Erbauer ihre Werke beschrieben.
Von der ursprünglichen Struktur ist heute nichts mehr oberirdisch zu sehen, da sie vollständig unter dem modernen Stadtviertel liegt. Wer sich für das Gebiet interessiert, kann es zu Fuß erkunden und dabei beobachten, wie das heutige Stadtbild auf alten Grundlagen aufgebaut ist.
Das Heptastadion ist kein isolierter Ort mehr, sondern bildet heute die Grundlage der Halbinsel, auf der der Stadtteil Anfushi liegt. Das bedeutet, dass Millionen von Menschen im Laufe der Jahrhunderte buchstäblich auf einem antiken Ingenieurbauwerk gelebt haben, ohne es zu wissen.
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