Sierra de Atapuerca, Gebirgskette und Wirtschaftswald nahe Burgos, Spanien.
Die Sierra de Atapuerca ist ein Bergzug mit Kalksteinformationen in der Provinz Burgos, der sich über mehrere Kilometer erstreckt und zahlreiche Höhlen enthält. Die Berge sind bewaldet und durchzogen von kleinen Tälern, wobei einige Höhlen archäologische Funde aus der Vorgeschichte bergen.
Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckten Arbeiter beim Bau einer Eisenbahnstrecke durch die Berge Fossilien in den freigelegten Gesteinsschichten. Diese Funde führten später zu umfangreichen archäologischen Ausgrabungen, die bis heute andauern.
In den Höhlen dieses Bergzugs fand man Überreste der frühesten europäischen Menschen, weshalb die Region heute als wichtiger Ort der Menschheitsgeschichte gilt. Besucher können nachvollziehen, wie Forschende hier die Entwicklung unserer Vorfahren rekonstruieren.
Die archäologischen Stätten können nur mit Führung besichtigt werden, wobei Besucher vorab ein Zeitfenster buchen sollten. Die Touren beginnen am Empfangszentrum in Ibeas de Juarros und sind das ganze Jahr über verfügbar.
Eine der Höhlen, Sima de los Huesos, enthält über 5.500 menschliche Knochenfunde aus einer Zeit vor rund 350.000 Jahren. Die Überreste stammen von mindestens 28 Individuen und bilden die weltweit größte Ansammlung fossiler Menschen aus dem Mittelpleistozän.
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