Douai, Mittelalterliche Kommune im Département Nord, Frankreich
Douai ist eine Gemeinde im Département Nord, die sich entlang des Flusses Scarpe erstreckt und einen gotischen Glockenturm besitzt, der sich über die Dächer der Altstadt erhebt. Kopfsteingepflasterte Straßen führen durch das Zentrum, wo Backsteinhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert kleine Plätze säumen.
Die Stadt wuchs im Mittelalter als Handelsplatz für Textilien unter flämischer Herrschaft, bevor sie 1667 von französischen Truppen erobert wurde. Später entwickelte sich die Gegend zu einem Zentrum der Kohleindustrie, was den Charakter der umliegenden Landschaft bis ins 20. Jahrhundert prägte.
Der lokale Name leitet sich vom keltischen Wort für Wasser ab, eine Erinnerung an die sumpfige Landschaft, die einst die Gegend prägte. Heute versammeln sich Einwohner auf dem Platz vor dem Glockenturm, wo Wochenmärkte stattfinden und kleine Cafés zum Verweilen einladen.
Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, da die meisten Sehenswürdigkeiten auf engem Raum liegen. Der Bahnhof bietet direkte Verbindungen zu größeren Städten wie Lille und Paris, was eine entspannte Anreise ermöglicht.
Die örtliche Universität nahm im 16. Jahrhundert englische Katholiken auf, die vor Verfolgung flohen, und bildete Priester aus, die später heimlich nach England zurückkehrten. Das Collegium Anglicum wurde zu einer wichtigen Anlaufstelle für Exilanten aus den britischen Inseln.
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