Rossano, Ehemalige Gemeinde in der Provinz Cosenza, Italien
Rossano ist eine frühere Gemeinde in der Provinz Cosenza in Kalabrien, die sich auf einem Hügel drei Kilometer vom Ionischen Meer entfernt erstreckt und heute Teil der Stadt Corigliano-Rossano bildet. Enge Gassen führen durch das historische Zentrum hinauf zu Kirchenfassaden und Plätzen, während Olivenhaine und Obstgärten die Hänge unterhalb der Ortschaft bedecken.
Während der byzantinischen Herrschaft zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert diente die Ortschaft als Zentrum griechischer Kultur und monastischen Lebens im südlichen Italien. Später kam sie unter normannische Kontrolle und wurde Teil des Königreichs Sizilien, wobei sie ihre religiöse Bedeutung über die Jahrhunderte bewahrte.
Der Name leitet sich vom lateinischen Rusianum ab, das auf vorrömische Ursprünge hinweist und die lange Besiedlung dieses Küstenstreifens widerspiegelt. Heute bewahren lokale Handwerker traditionelle Techniken der Likörenherstellung und verarbeiten Lakritz nach Rezepten, die über Generationen weitergegeben wurden.
Wer hierher reist, findet die meisten Geschäfte und Restaurants im unteren Teil der Altstadt, wo Fußgänger leicht durch die Gassen navigieren können. Der Aufstieg zu den höheren Bereichen erfordert gutes Schuhwerk, besonders nach Regenfällen, wenn die alten Steinwege rutschig werden.
Im Diözesanmuseum können Besucher Fragmente mittelalterlicher Fresken betrachten, die bei Restaurierungsarbeiten in alten Klöstern freigelebt wurden und griechische Inschriften tragen. Diese Wandmalereien zeigen Heilige und biblische Szenen mit einer Intensität, die byzantinische Ikonentradition und lokale Interpretationen verbindet.
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