Porticus Argonautarum, Römische Säulenhalle im Campus Martius, Italien
Das Porticus Argonautarum war eine antike römische Halle im Campus Martius mit überdachten Kolonaden, die von Wänden und Säulen getragen wurden und einen geschützten Fußgängerweg schufen. Die Struktur war Teil des größeren Saepta Julia Komplexes und bot Schutz vor den Elementen für die Menschen, die den öffentlichen Raum nutzten.
Marcus Vipsanius Agrippa erbaute diese Halle um 25 v.Chr., um seine Seesiege zu ehren, und integrierte sie in den größeren Saepta Julia Komplex. Das Gebäude steht somit für die Zeit großer römischer Außenpolitik unter Octavian und die zunehmende Verschönerung des öffentlichen Raums.
Die Wände zeigten Malereien der mythologischen Reise des Jason und der Argonauten und spiegeln die Aufnahme griechischer Geschichten in römischen öffentlichen Räumen wider. Besucher konnten durch diese Kunstwerke die Verbindung zwischen griechischen Legenden und römischer Kultur unmittelbar erleben.
Die archäologischen Überreste befinden sich in der Nähe der Via della Minerva, unweit der Basilika Santa Maria sopra Minerva im modernen Rom. Um die Überreste zu sehen, sollten Besucher sich Zeit nehmen und die östliche Wand des Pantheons beobachten, wo noch Teile der antiken Struktur sichtbar sind.
Alte Texte beziehen sich auf die Struktur als Posidonion und deuten auf eine Verbindung zu Neptun, dem römischen Gott des Meeres hin. Diese Bezeichnung ist besonders interessant, da sie zeigt, wie die Römer Gebäuden Namen gaben, die ihre Bedeutung oder die Gottheiten widerspiegelten, denen sie gewidmet waren.
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