Saepta Julia, Archäologische Stätte im Marsfeld, Rom, Italien.
Die Saepta Julia war ein rechteckiger Komplex mit Marmorwänden und aufwendigen Säulenhallen, die mit griechischen Gemälden geschmückt waren. Die Anlage maß etwa 310 Meter in der Länge und 120 Meter in der Breite und dominierte damit ein großes Areal des Marsfeldes.
Julius Caesar begann den Bau 54 v. Chr., doch Marcus Vipsanius Agrippa vollendete das Projekt und weihte es 26 v. Chr. ein. Nach seiner Fertigstellung diente es zunächst als Abstimmungsort, wurde später aber für Gladiatorenkampfspiele und andere Spektakel genutzt.
Die beiden Säulenhallen trugen die Namen der Meleager-Portikus und der Argonauten-Portikus und zeigten wertvolle Kunstwerke aus der Antike. Besucher konnten beim Durchgang die Wandmalereien und Skulpturen bewundern, die das Gebäude schmückten.
Das Gebäude stand direkt neben dem Diribitorium, wo die Abstimmungsergebnisse aus den Versammlungen verwaltet wurden. Mit dieser räumlichen Nähe war ein reibungsloser Ablauf der politischen Wahlen möglich.
Nach ihrer Fertigstellung als Abstimmungszentrum wurde die Anlage später in einen Veranstaltungsort umgewandelt, wo Kaiser Augustus Gladiatorenkämpfe veranstalteten. Kaiser Caligula nutzte den Platz später sogar für nachgespielte Seeschlachten mit gefüllten Wasserbecken.
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