Lavagnone, Bronzezeitliche archäologische Stätte am Gardasee, Italien
Lavagnone ist eine archäologische Stätte mit Resten von prähistorischen Pfahlbauten, die sich um ein ehemaliges Seebecken in Desenzano del Garda erstrecken und erhaltene Holzstrukturen sowie Artefakte zeigen. Das Gelände liegt auf privatem Grund südlich der Autobahn A4 und ist nur während der jährlichen Sommerausgrabungen der Universität Mailand zugänglich.
Die Siedlung in Lavagnone entstand in der frühen Bronzezeit um 2200 v. Chr. und zeigt mehrere Phasen der Besiedlung bis zur späten Bronzezeit um 1200 v. Chr. Diese lange Abfolge deutet darauf hin, dass der Ort über viele Generationen hinweg bewohnt und genutzt wurde.
Die Grabungen in Lavagnone haben Keramikgefäße, Haushaltsgegenstände und Bauelemente aus der Vorgeschichte zutage gebracht, die zeigen, wie Menschen in der frühen Bronzezeit des Nordens lebten. Diese Funde vermitteln einen Eindruck davon, welche Werkzeuge und Gegenstände im Alltag verwendet wurden.
Die Stätte befindet sich auf privatem Grundstück und ist der Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich, da Grabungen nur während der Sommermonate stattfinden. Interessierte sollten sich vorher informieren, ob und wann Besuchsmöglichkeiten verfügbar sind, um einen erfolgreichen Besuch zu planen.
Bei Ausgrabungen wurde ein Holzpflug aus der Zeit um 2000 v. Chr. gefunden, eines der ältesten vollständig erhaltenen Ackerwerkzeuge der Welt. Dieser seltene Fund zeigt, dass landwirtschaftliche Techniken in dieser Region bereits sehr früh entwickelt und verfeinert wurden.
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