Viadotto ferroviario di Desenzano, Eisenbahnviadukt in Desenzano del Garda, Italien.
Der Desenzano-Eisenbahnviadukt ist ein Bauwerk aus Beton und Stein, das sich über das Tal des Rio Freddo erstreckt und Teil der Eisenbahnstrecke Mailand-Venedig ist. Die Konstruktion verbindet historische Säulen aus Stein mit modernen Betonteilen, die nach Kriegsschäden wiederhergestellt wurden.
Der Viadukt wurde ursprünglich zwischen 1850 und 1854 von Ingenieur Luigi Negrelli mit Steingewölben konzipiert. Nach Kriegszerstörungen 1947 wurde das Bauwerk mit Betonelementen wieder instand gesetzt.
Die Einheimischen nennen ihn schlicht das Viadukt von Desenzano, eine Landmarke der Strecke Mailand–Venedig. Seine 17 Spitzbögen sollten an gotische Kathedralen erinnern und Reisenden aus Lonato die Sicht auf den Gardasee offen halten. Die ursprünglichen Pfeiler, Widerlager und Flügelmauern aus Veroneser Stein und Ziegel stehen noch neben den Betonfeldern von 1947.
Das Viadukt überspannt zwischen Desenzano und Lonato das Tal des Rio Freddo auf der Strecke Mailand–Venedig; Züge fahren weiterhin darüber, sodass man es von außen betrachtet und nicht begeht. Am Fuß sind die erhaltenen Pfeiler, Widerlager und Flügelmauern des Ursprungsbaus zu erkennen, im Kontrast zu den Betonbögen darüber. Die klarsten Blicke bieten der Talgrund und die umliegenden Felder auf die rund 30 Meter hohen Öffnungen.
Die 17 Spitzbögen und 16 Pfeiler behalten die Proportionen von 1854: gleiche Zahl der Portale, gleiche Höhe und Spannweite. Nur die Pfeilerfüße, Widerlager und Flügelmauern sind in Veroneser Stein, Rezzato-Marmor, Ziegel und frühem Portlandzement erhalten; die Bögen darüber bestehen aus Stahlbeton von 1947.
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