Pfahlbausiedlung von Lugana Vecchia, Archäologische Stätte in Sirmione, Italien.
Lugana Vecchia ist eine vorgeschichtliche Siedlung bei Sirmione unter Wasser, die sich über etwa 125 Meter in eine Richtung und 90 Meter in die andere erstreckt. Die Überreste zeigen Holzpfähle aus Eiche, Ulme und Hainbuche, die als Fundamente für alte Häuser dienten.
Der Ort wurde 1996 während einer Unterwasserforschung entdeckt und offenbarte eine Bronzezeitsiedlung mit zahlreichen Metallobjekten. Funde wie Dolche, Nadeln und Speerspitzen stammen von den Menschen, die dort vor tausenden Jahren lebten.
Der Ort gehört zu einem Netzwerk von Pfahlbausiedlungen rund um die Alpen und zeigt Bautechniken sowie soziale Praktiken von vorgeschichtlichen Gemeinschaften. Diese Bauweise war typisch für Menschen, die in feuchten Gebieten lebten und sich an ihre Umgebung anpassten.
Die Ausgrabungen finden unter Wasser statt, daher sind die Funde im Giovanni-Rambotti-Archäologischen Museum in Desenzano del Garda zu sehen. Das Museum liegt in der Nähe und ermöglicht einen Besuch der wichtigsten Artefakte, die an Land zugänglich sind.
Das Dorf befindet sich heute etwa 100 Meter vom heutigen Seeufer entfernt und zeigt Hinweise auf alte Metallverarbeitungstechniken. Diese Funde deuten darauf hin, dass die Bewohner bereits fortgeschrittene Handwerksfähigkeiten wie Gießerei und Schmiedearbeit beherrschten.
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