Pfahlbausiedlung von Belvedere, Bronzezeitliche Pfahlbausiedlung in Peschiera del Garda, Italien.
Der Sito palafitticolo Belvedere ist eine archäologische Stätte aus der Bronzezeit in der Nähe von Peschiera del Garda. Unter Wasser liegen rund 1.200 hölzerne Pfähle, die aus dem Seeboden herausragen und den Überresten einer prähistorischen Siedlung angehören.
Die Siedlung war in zwei zeitlichen Phasen zwischen dem 21. und 17. Jahrhundert v. Chr. bewohnt und spiegelt das Leben in der frühen und mittleren Bronzezeit wider. Diese beiden Besiedlungsphasen zeigen, wie Menschen die Gegend über mehrere Jahrhunderte hinweg nutzten.
Die hier gefundenen Gegenstände wie Becher und Schüsseln zeigen, wie Menschen am See lebten und welche Pflanzen sie anbauten. Diese Gegenstände helfen uns zu verstehen, welche Tätigkeiten im Alltag wichtig waren und wie die Gemeinschaft sich versorgte.
Die Stätte liegt etwa 250 Meter von der südlichen Uferline entfernt und ist nur bei ruhigen Wasserbedingungen sichtbar oder zu erreichen. Wer die Stätte genauer erforschen möchte, benötigt spezielle Tauchausrüstung oder muss an geführten archäologischen Exkursionen teilnehmen.
Archäologen fanden verkohle Körner von Emmer, einem alten Getreide, das zeigt, wie gezielt diese Menschen Feldwirtschaft betrieben. Der Fund deutet darauf hin, dass die Bewohner nicht nur Jäger waren, sondern systematisch Pflanzen für die Ernährung anbauten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.