Ichinomiya-jinja, Shinto shrine in Japan
Ichinomiya-jinja ist ein Shinto-Schrein in Tokushima, der in der traditionellen nagare-zukuri Architektur errichtet wurde und ein sanft gekrümmtes Dach mit weit ausladenden Vordächern aufweist. Die Haupthalle wurde 1630 erbaut und ist als Wichtiges Kulturgut Japans anerkannt, mit aufwändig geschnitzten Verandas und einem kupfergedeckten Dach.
Der Schrein wurde in der späten Heian-Periode vor mehreren Jahrhunderten gegründet und war einst das Hauptheiligtum der gesamten Provinz. Während der Sengoku-Zeit wurde das Gebiet beschädigt, wurde aber in der frühen Edo-Zeit von Hachisuka Mitsutaka wiederhergestellt.
Der Schrein ist Ōgetsuhime-no-Mikoto, der Göttin der Nahrung, und Amaterasu, der Sonnengöttin, geweiht. Besucher können hier traditionelle Praktiken wie das Läuten einer Glocke und das Klatschen von Händen beobachten, bevor sie Wünsche am Schrein äußern.
Der Schrein ist leicht zu Fuß vom Zentrum der Stadt Tokushima oder mit kurzen Busfahrten von der Bahn erreichbar und liegt ruhig abseits der belebten Straßen. Besucher sollten die jährlichen Festspieltage wie den Oktober beachten, wenn das Gelände voller Leben ist und traditionelle Musik und Tänze aufgeführt werden.
Historisch war der Schrein mit dem nahegelegenen Dainichi-ji Tempel verbunden, wo während der feudalen Zeit die buddhistische Göttin Juichimen Kannon zusammen mit den shintoistischen Gottheiten verehrt wurde. Diese synkretistische Praxis wurde während der Meiji-Zeit aufgelöst, als die Regierung Shinto und Buddhismus offiziell trennte.
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