Jōnan-gū, Shinto-Schrein in Fushimi-ku, Kyoto, Japan
Jōnan-gū ist ein Shinto-Schrein im Stadtbezirk Fushimi-ku in Kyoto, Japan, der auf einem weitläufigen Gelände mit Steinwegen und gepflegten Gärten liegt. Mehrere Gebäude aus Holz mit geschwungenen Dächern umgeben einen zentralen Hof, in dem ein gewundener Bach durch die Anlage fließt.
Der Schrein wurde 794 erbaut, als Kaiser Kanmu die Hauptstadt nach Heian-kyo verlegte, um die neue Stadt vor Unheil zu schützen. Nach mehreren Bränden und Zerstörungen im Laufe der Jahrhunderte wurde die heutige Anlage in der Meiji-Zeit wieder aufgebaut.
Der Name bedeutet "Schrein des südlichen Ausgangs" und verweist auf die Lage am früheren Eingang zur kaiserlichen Hauptstadt. Bei Zeremonien tragen die Priester noch heute schwarze oder weiße Gewänder nach höfischer Tradition und führen Reinigungsrituale mit Papierstäben und geweihtem Wasser durch.
Der Schrein ist vom Bahnhof Takeda der U-Bahn Kyoto aus mit einem kurzen Busweg erreichbar. Am besten besucht man ihn an Wochentagen am frühen Morgen, wenn die Gärten ruhig sind und Raum zum Gehen bieten.
Die Wettkämpfe Kyokusui-no-Utage finden zweimal jährlich statt, bei denen Teilnehmer in historischer Hofskleidung Gedichte verfassen, während Sake-Becher auf dem Bach an ihnen vorbeischwimmen. Wer sein Gedicht nicht beendet, bevor der Becher vorbeitreibt, muss den Sake trinken.
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