Myōryū-ji, Buddhistischer Tempel in Komachi, Japan
Myōryū-ji ist ein buddhistischer Tempel im Stadtteil Komachi in Japan, der von außen wie ein zweigeschossiges Gebäude wirkt, aber tatsächlich vier Stockwerke besitzt. Im Inneren befinden sich versteckte Gänge, Falltüren und geheime Räume, die das Gebäude zu einem echten Labyrinth machen.
Der Tempel wurde 1643 vom Edo-zeitlichen Herrscherhaus der Kaga-Domäne erbaut und diente als Ort des Gebets sowie als strategischer Außenposten. Die vielen Verstecke und Sicherheitsvorkehrungen spiegeln die angespannte politische Lage wider, in der das Gebäude errichtet wurde.
Der Tempel ist unter dem Namen Ninja-Tempel bekannt, obwohl er nie wirklich von Ninja bewohnt wurde. Dieser Spitzname geht auf die vielen Geheimgänge und versteckten Räume zurück, die Besucher heute noch auf der Führung entdecken.
Ein Besuch ist nur mit einer Voranmeldung per Telefon möglich, da das Innere ausschließlich im Rahmen einer geführten Tour zugänglich ist. Festes Schuhwerk empfiehlt sich, da man viele enge Treppen und niedrige Durchgänge passiert.
Im Inneren des Tempels befindet sich ein tiefer Brunnen, der nach alten Berichten durch unterirdische Gänge mit strategischen Punkten in der Umgebung verbunden sein soll. Diese vermeintlichen Fluchtwege wurden so angelegt, dass sie von außen völlig unsichtbar bleiben.
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