Kyōkō-ji, Buddhistischer Tempel in Yao, Japan
Kyōkō-ji ist ein Tempel der Shingon-Ritsu-Schule in Yao, Präfektur Osaka, mit dem Bergnamen Shishiku-san. Erhalten sind nur die Gästehalle (die heute als Haupthalle dient), das Bergtor und der Glockenturm, alle in der Jōkyō-Ära (1684–1687) erbaut. Auf dem Gelände liegen zwei kleine Teiche, Jike und Daimon-ike, neben einem großen Kampferbaum, und am östlichen Rand wächst eine Phoenix-Palme an der Stelle, wo einst die Haupthalle stand.
Der Tempeltradition zufolge beauftragte Prinz Shōtoku Hata no Kawakatsu, Kyōkō-ji im Jahr 588 zu gründen, um für die Niederlage von Mononobe no Moriya zu beten. Im Mittelalter verfiel der Tempel und wurde von Eison vom Saidai-ji zwischen 1269 und 1270 wiederhergestellt. 1562 brannte er in der Schlacht von Kyōkōji nieder; der Mönch Jōgan baute ihn in den 1680er Jahren wieder auf.
Die Anwohner nennen es Yabudera, „Tempel im Dickicht“, nach dem dichten Gestrüpp, das das Gelände einst bedeckte. Der Tempel gehört zur Shingon-Ritsu-Schule und ist ein Filialtempel des Saidai-ji in Nara. Der Mönch Jōgan, dem die Wiederherstellung in den 1680er Jahren zugeschrieben wird, war mit dem Dramatiker Chikamatsu Monzaemon befreundet, der hier zeitweise gewohnt haben soll.
Zum Kyōkō-ji gelangt man vom Kintetsu-Bahnhof Takayasu in etwa 15 Minuten zu Fuß nach Osten. Mit dem Auto nimmt man die Kreuzung Kyōkōji an der Nationalstraße 170 und fährt nach Osten; das Bergtor steht gleich hinter der alten Straße, dem Higashi-Kōya Kaidō. Erhalten sind nur die Gastpavillonhalle, das Bergtor und der Glockenturm, dazu zwei kleine Teiche, Jike und Daimon, auf dem Gelände.
In der Schlacht von 1562 bei Kyōkō-ji stand Hatakeyama Takamasa, der hier sein Lager aufgeschlagen hatte, den Truppen von Miyoshi Yoshifumi und Matsunaga Hisahide gegenüber. Der Tempel brannte in den Kämpfen nieder und verlor seine Haupthalle und viele Gebäude. Sein Name wird 教興寺 geschrieben, nicht 教光寺.
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