Gokurakujizaka Pass, Gebirgspass in Kamakura, Japan.
Der Gokurakujizaka-Pass ist ein alter Durchstich durch den Fels am westlichen Rand von Kamakura, der in die Gruppe der sieben historischen Schnitte durch die Hügel der Stadt gehört, die auf Japanisch als Kiridoshi bekannt sind. Der Weg verläuft zwischen hohen Felswänden und ist mit Steinstufen versehen, die direkt in den Hang gehauen wurden.
Der Pass wurde während der Kamakura-Zeit (1185 bis 1333) angelegt und diente als einer von sieben kontrollierten Zugängen, die die Stadt vor Eindringlingen schützen sollten. Nach dem Ende des Shogunats verlor er seine militärische Funktion, blieb aber als Fußweg für Pilger und Reisende in Gebrauch.
Der Name bedeutet so viel wie "Hang des Paradiestempels" und bezieht sich auf den nahe gelegenen Gokurakuji-Tempel, einen buddhistischen Ort, der die Gegend seit Jahrhunderten prägt. Wer den Weg entlangläuft, bemerkt, wie die Route die Menschen noch heute an Schreine und Tempelanlagen vorbeiführt.
Der Pass liegt in der Nähe des Bahnhofs Gokurakuji und ist zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar. Da die Steinstufen uneben sein können und bei Nässe rutschig werden, empfehlen sich festes Schuhwerk und erhöhte Vorsicht nach Regen.
Von den sieben ursprünglichen Kiridoshi-Pässen um Kamakura ist der Gokurakujizaka noch heute einer der am besten erhaltenen und begehbaren. Damit ist er einer der wenigen Orte, an dem man den mittelalterlichen Weg noch so erleben kann, wie er ursprünglich genutzt wurde.
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