Hōun Memorial Gallery, Biografisches Museum und Kunstmuseum in Sumiyoshi Yamate, Japan
Die Hōun Memorial Gallery war ein Kunstmuseum in Sumiyoshi Yamate, Kobe, in einem von Kiyoshi Seike entworfenen Gebäude, das im Juli 1970 fertiggestellt wurde und ein Untergeschoss sowie drei Obergeschosse hat. 1970 als Ohara-ryū-Kunstreferenzmuseum eröffnet, wurde es 1993 in ein Museum umgewandelt. Die Sammlung von rund 4.000 Stücken bestand zu etwa 60 % aus Anden-Artefakten, gezeigt in einem Andenraum im zweiten Stock, daneben ein Ohara-ryū-Referenzraum.
Die Galerie eröffnete 1970 als Ohara-ryū Geijutsu Sankōkan, gegründet zu Ehren von Ohara Hōun, dem dritten Oberhaupt der Ohara-Schule der Ikebana. 1993 wurde sie nach einem Entwurf des Architekten Kiyoshi Seike zum Hōun Memorial Gallery umgebaut. Nach 2010 endete der öffentliche Betrieb, 2018 schloss das Museum mit der Ausstellung „Door to the Future - Reborn“; 2024 begann der Abriss.
Das Museum wurde gegründet, um Ohara Hōun zu ehren, den dritten Großmeister der Ohara-Schule der Ikebana, und etwa 60 % seiner rund 4.000 Stücke umfassenden Sammlung sind andine Objekte, darunter vogelförmige Gefäße der Chavín-Kultur und ein schädelförmiger Topf aus der Wari-Zeit. In einem Raum im zweiten Stock wurden Materialien der Ohara-Schule aufbewahrt, und auch von dem Ethnologen Miyatake Tatsuo gestiftete Volksobjekte aus Südostasien waren zu sehen.
Die Galerie schloss 2018 nach der Ausstellung „Door to the Future – Reborn“, und seit 2024 läuft der Abriss, sodass das Gebäude nicht mehr besichtigt werden kann. Die frühere Adresse war 4-12-70 Sumiyoshi Yamate, Stadtbezirk Higashinada, Kobe; bis 2010 war sie je zwei Wochen im Frühjahr und im Herbst geöffnet, sonst nach Voranmeldung, von 10:00 bis 16:00 Uhr. Der Bahnhof Mikage der Hankyu-Kobe-Linie lag fünf Gehminuten entfernt.
Die Architektur des Gebäudes selbst wurde mit dem Kobe City Architecture Culture Award ausgezeichnet, was zeigt, dass das Bauwerk nicht nur als Ausstellungsraum, sondern auch als Kunstwerk selbst betrachtet wird. Der moderne Design des Architekten Kiyoshi Seike verbindet dabei Funktionalität mit ästhetischen Qualitäten auf subtile Weise.
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