Gantoku-ji, Buddhistischer Tempel in Nishikyō-ku, Japan
Das Gantoku-ji ist ein buddhistischer Tempel im Gebiet Ōharano im Stadtbezirk Nishikyō-ku in Kyoto. Die Anlage besteht aus mehreren traditionellen Holzgebäuden, die in einem Garten angeordnet sind, der die natürliche Landschaft der Umgebung einbezieht.
Der Tempel wurde 679 während der frühen Nara-Zeit gegründet, einer Periode, in der der Buddhismus in Japan rasch an Einfluss gewann. Die Region Ōharano war damals ein wichtiges religiöses Zentrum westlich der Hauptstadt.
Das Gantoku-ji ist eine Station der Kyoto Rakusai Kannon-Pilgerroute, einer Reihe von Tempeln rund um den westlichen Rand von Kyoto. Pilger besuchen jeden Tempel der Reihe nach und bringen Lotusblüten als Opfergabe mit.
Der Tempel liegt im ruhigen Gebiet Ōharano, das etwas abseits des Stadtzentrums von Kyoto liegt, weshalb es ratsam ist, die Anreise im Voraus zu planen. Da hier auch Zeremonien stattfinden, empfiehlt es sich, den Besuchsplan entsprechend anzupassen.
Der Tempel bewahrt eine national anerkannte Holzstatue der Nyoirin Kannon in der Halblotos-Position, die als herausragendes Beispiel buddhistischer Skulptur aus der Frühzeit gilt. Diese Art von Darstellung, bei der eine Hand an die Wange gelehnt ist, soll tiefes Nachdenken über das Leiden der Menschen verkörpern.
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